SG Oberhöchstadt 1931/82 e.V.

06.06.2017

Stadt und Kreis einigen sich wegen Kunstrasenplatzes für die SGO

Die SG Oberhöchstadt soll bald umziehen und einen Kunstrasenplatz bekommen. Das alte Sportgelände an der Altkönigstraße wird sich danach in eine Neubaugebiet verwandeln.
Von BORIS SCHÖPPNER

Oberhöchstadt. Nach der Stadtverordnetenversammlung hat nun auch der Kreistag der Verwaltungsvereinbarung über die Errichtung eines Kunstrasenplatzes samt neuem Vereinsheim auf dem Gelände der Altkönigschule (AKS) zugestimmt. „Eine wichtige Hürde ist damit genommen“, sagt Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos) auf Anfrage. Jetzt kann die Planung konkreter werden. Mit dem Umzug der SG Oberhöchstadt (SGO) von ihrem angestammten Vereinsgelände an der Altkönigstraße zum Areal der Altkönigschule (Schönberger Straße) wird ein wichtiger Schritt vollzogen. Danach soll das bisherige SGO-Gelände zum Neubaugebiet werden.

Die Vorstellungen des Vereins zu Platzgröße, Beleuchtung und Funktionsgebäude liegen jetzt bei der Stadt. Siedler bestätigt, dass derzeit das Feintuning laufe. Ende des Monats soll es das nächste Treffen geben, beim dem dann die Stadt ihre Lösungsvorschläge unterbreitet. „Wir sind regelmäßig mit der Stadt in Kontakt“, sagt Jan Lehmann, im SGO-Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Das Verhältnis zur Stadt beschreibt er als sehr kooperativ: „Wir haben das gleiche Ziel. Wir haben die Stadt als sehr unterstützend wahrgenommen.“

Das dürfte wichtig für die Akzeptanz des Projektes innerhalb der SGO sein. Denn auch wenn sich faktisch die Trainingssituation gegenüber der jetzigen Situation verbessern wird, emotional ist die Aufgabe eines vertrauten Areals nicht ganz so einfach zu verkraften. Das weiß auch Lehmann, der sich gut an die Reaktionen vor allem älterer Mitglieder erinnern kann, als das Thema vor gut zwei Jahren auf die Agenda drängte.

Verein beteiligt sich

Mitten im Kommunalwahlkampf schlugen dann die Wellen hoch und die Wünsche schossen gar ins Kraut. Das Geld schien keine Rolle mehr zu spielen, schließlich werde die Stadt dank der Veräußerung des Geländes Millionen einnehmen. „Die Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen decken die Kosten für den Neubau eines Kunstrasenplatzes sowie eines neuen Vereinsheimes für die SG Oberhöchstadt an der Schönberger Straße. Dies gilt auch für die Erneuerung des Kunstrasenplatzes des EFC Kronberg“, hieß es hierzu in einer gemeinsamen Presseerklärung von Verein und Stadt Ende vergangenen Jahres.

Die SGO will sich aber auf keinen Fall zurücklehnen, sondern vielmehr der Stadt bei der Finanzierung des Kunstrasens unter die Arme greifen. Schließlich habe der Verein schon vor Jahren angefangen, Gelder zu sammeln, sagt Lehmann. „Wir tragen zur Finanzierung bei, werden aber weder Vereinsvermögen noch Mitgliederbeiträge dafür einsetzen.“

An der Altkönigschule soll auf dem alten Hartplatz ein moderner Kunstrasen angelegt werden, mit entsprechender Flutlichtanlage und „allem, was man für den Spielbetrieb braucht“ (Lehmann). Das Gebäude soll demnach außer Duschen und Umkleiden auch einen Schiedsrichterraum und Stauraum für Bälle und ähnliches bieten. Und es wird ein Vereinsheim mit Theke und Kühlschränken geben, so dass dort auch der gesellige Teil des Vereinslebens stattfinden kann. Die Schaffung eines neuen Platzes bezeichnet Lehmann indes als „vorrangig“. Bislang stehen der SGO am alten Domizil ein Hartplatz und ein Rasenplatz zur Verfügung – zumindest theoretisch. Denn der Hartplatz sei eigentlich niemandem mehr zumutbar. Und der Rasenplatz war 2016 wetterbedingt für insgesamt ein halbes Jahr gesperrt.

An der AKS soll neben dem Kunstrasenplatz, der ganzjährig bespielt werden kann, auch ein Kleinspielfeld errichtet werden, auf dem die G- und F-Junioren trainieren können.

Ein weiterer Vorteil: Der Rasenplatz der AKS steht dem Verein laut Lehmann außerhalb der Schulzeiten zur Verfügung. Und umgekehrt gilt: Die Schüler können vormittags den Kunstrasenplatz nutzen.

Vereinbart wurde auch die „zeitliche Gleichbehandlung“ von EFC und SGO bezüglich der Kunstrasenplätze als „Junktim“ festgeschrieben. Der Kunstrasenplatz des EFC ist ob seines Alters und seines Zustandes eigentlich kaum noch bespielbar und muss ebenfalls zügig erneuert werden.

Bezahlbarer Wohnraum

Auf dem Gelände der SGO soll dann nach erfolgtem Umzug ein Neubaugebiet entstehen. In der Stadtverwaltung arbeite man derzeit an einer Aufgabe, die von der Politik gestellt worden war: eine Kronberg-spezifische Definition von dem, was gemeinhin als „bezahlbarer, günstiger oder erschwinglicher Wohnraum“ bezeichnet wird. Das auf dem städtischen Grundstück zumindest teilweise günstiger Wohnraum entstehen soll, dürfte mittlerweile in Kronberg Konsens sein.

Zum Zeitplan hinsichtlich des Kunstrasenplatzes an der AKS: Fest zu stehen scheint, dass es in diesem Jahr nichts mehr wird. Die Protagonisten halten sich bedeckt, was genaue Angaben anbelangt. „Wenn alles gut läuft, könnte es im Frühjahr 2018 klappen“, sagt Siedler. Da die Stadt als Bauherr auftreten werde und für die Ausschreibungen zuständig sei, lägen auch „die meisten Bälle im Feld der Stadt“, sagt Lehmann.

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