SG Oberhöchstadt 1931/82 e.V.

11.11.2016

Nachbarschaftsduell: Die SGO ist der Favorit

Kronberger Derby mit ungewohnten Vorzeichen – Janson beim EFC nun Chefcoach

Am Sonntag steigt das Nachbarschaftsduell auf dem Kunstrasen am Waldschwimmbad. Die Kronberger Derbygegner warnen lieber, statt große Töne zu spucken.
VON WOLFGANG BARDONG

Kronberg. Sie haben bekanntlich eigene Gesetze. Wenn man dies aber offen ausspricht, dann kostet es meist Geld. Zumindest handhabt dies ein Sportsender so und hat (auch dafür) ein Phrasenschwein installiert. Na klar, es dreht sich um ein Nachbarschaftsduell. Und das Derby, das am Sonntag in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus um 4.45 Uhr auf dem Kunstrasen am Kronberger Waldschwimmbad von Schiedsrichter Philip Hodgkinson (Wiesbaden) angepfiffen wird, hat’s in sich. Gastgeber EFC Kronberg steht nach 13 Spielen das Wasser bis zum Halse. Nur neun Punkte – das reicht bislang lediglich zum 15. und vorletzten Platz. Wäre jetzt Saisonschluss, müsste der EFC den Fahrstuhl nach unten, in die A-Liga betätigen. Nachbar SG Oberhöchstadt steht besser da. 17 Zähler und Platz zehn – und geht erstmals klar favorisiert ins Stadtderby. „Wir werden aber trotzdem alles daransetzen, um die SGO zu schlagen“, sagt Michael Janson. Er war in Kronberg nach dem Mitte September erfolgten Ausstieg von Trainer Carsten Keller zunächst als Interim nachgerückt. Längst aber ist er zur Dauerlösung geworden. „Und wohl auch über das Saisonende hinaus“, wie Janson anfügt. Selbst wenn es in die A-Liga gehen würde? Janson: „Ja. Es sei denn, unser Vorstand würde meinen, ich sei der Verkehrte für die Mannschaft.“

Befreundete Trainer

Die Gründe für das Kellerdasein des EFC liegen laut Janson auf der Hand: „Schon in der Saisonvorbereitung hatten wir mit längeren Urlauben, mit beruflich bedingten Ausfällen zu tun, zu denen sich dann auch noch Verletzungen gesellten. Daran nagt die Mannschaft jetzt noch. Zumal ich noch immer kein Spiel ohne Ausfall bestreiten kann.“ Was auch für das Derby gegen die SGO gilt, mit deren Trainer, Misin Zejneli, Janson schon seit vielen Jahren „sehr gut befreundet ist – es passt einfach“. Aber nicht in Jansons Kader: Michael Holland Nell weilt beruflich in Indien, Oliver Guist fällt nach der Rückkehr aus den Flitterwochen nun mit einer Adduktorenzerrung aus, Kapitän Sergio Both (Adduktorenreizung), Manuel Dogru (Kniemalheur) und auch Keeper Pedro Teixeira Fernandes ebenfalls. Seine vermutete Rippenprellung stellte sich jetzt als Fraktur heraus. Obendrein ist Maximilian Elsner noch gesperrt – und laut Coach im Formtief: „Vergangene Saison hat er 19 Mal getroffen. Jetzt noch gar nicht.“ Und mit Calogero Torsiello (dicker Knöchel) „wackelt“ sogar noch ein weiterer Stammspieler. „Wir werden für Sonntag dennoch elf Spieler auf den Platz bringen“, versichert Janson. Jammern ist nicht seins: „Im Gegenteil, wir werden alles versuchen gegen die SGO. Auch wenn sie der Favorit ist.“ Dass sein Team auch als Underdog „beißen“ kann, habe es beim 2:2 gegen Spitzenreiter FSV Friedrichsdorf bewiesen. „Uns wirft selbst ein 1:5-Rückstand wie jetzt in Köppern nicht um. Da haben wir tolle Moral gezeigt und bis zum 4:5 aufgeholt.“ Die Favoritenrolle weist sein Freund Zejneli zurück: „Wenn wir auch schon 17 Punkte haben: Wir müssen fleißig weitersammeln, damit wir auch das zweite KOL-Jahr mit dem Klassenerhalt abschließen.“ Zejneli, im vierten Jahr SGOCoach, rechnet mit einer harten Rückrunde: „Weil es Mannschaften wie Kronberg, Teutonia Köppern und die SpVgg Bad Homburg gibt, die in der Tabelle garantiert nicht hinter uns bleiben.“

„25 Mann bei null Grad“

Was Zejneli aber für sein Team zuversichtlich stimmt: „Vergangene Runde standen wir zur Winterpause mit nur elf Punkten da. Jetzt sind es schon 17.“ Wie seine Spieler mitziehen, mache ihn happy: „25 Mann bei null Grad im Training – was will man mehr.“ Im Gegensatz zu Kollege Janson muss er für Sonntag nur einen ersetzen: Pierre Probst. Der Mann aus der Viererkette kann verletzungsbedingt erst in 14 Tagen wieder Kettenglied sein. Und während man beim EFC das Ende der Elsner’schen Durststrecke herbeisehnt, kann sich Zejneli auf sein Offensivduo Lars Steier/Christian Freissmuth (9/8 Tore) verlassen: „Sie brauchen beide nicht viele Chancen für einen Treffer.“

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